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Arbeitskreis KJP

Entstehung

Im Frühjahr 2012 begann der Arbeitskreis KJP mit seiner Arbeit. Damals war er vom Vorstand beauftragt worden, sich mit dem Thema "Psychotherapie in Schulen" inhaltlich und konzeptionell auseinanderzusetzen. Im Herbst 2012 legte der AK seine Ergebnisse der Delegiertenversammlung vor. Deutlich wurde, dass die Verlegung von Praxen in die Schulen keine sinnvolle Option sein konnte, dass eine engere Vernetzung von Schulen und KJP aber durchaus sinnvoll sein würde. Da sich durch die zunehmende Ganztagsbeschulung die Arbeitsbedingungen für KJP in Hamburg gravierend änderten, führte die PtK 2012 eine Befragung unter allen Hamburger KJP durch, um diese Veränderungen in den Verhandlungen mit der Schulbehörde auch darlegen zu können. Die Beratungen mit dem damaligen Leiter des Amtes für Schule führten schließlich dazu, dass eine Dienstanweisung an alle Schulen ging, Schulstunden auch am Vormittag für psychotherapeutische Behandlungen frei zu geben. Damit war ein erster Schritt getan, die Arbeitsbedingungen für die Kolleginnen und Kollegen zu erleichtern. Die Auseinandersetzungen mit Eltern und Lehrern über notwendigen Schulausfall bleiben aber als Problem der alltäglichen Arbeit der KJP bestehen, und weitere Unterstützung ist notwendig.

Als zweites Problemfeld tat sich ab 2013 die Umgestaltung der Regionalen Bildungs- und Beratungszentren (ReBBZ) auf, die für die Diagnostik und Behandlung von "nicht schulfähigen Schülern" dringend KJP-Expertise brauchten, aber für die Schülerinnen und Schüler kaum Zugangsmöglichkeiten zu den Einzelpraxen herstellen konnten.

Das dritte Handlungsfeld ergab sich aus der von der Sozialbehörde eingerichteten "Hamburger Kooperationskonferenz Jugendpsychiatrie - Jugendhilfe". Diese Kooperationskonferenz hat sich zwei Ziele gesetzt:
1. Die Vernetzung zwischen unterschiedlichen Institutionen in unterschiedlichen Bezirken / Regionen.
2. Die Kooperation zwischen Jugendhilfe, Kinder- und Jugendpsychiatrie und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie.
Hierzu sollen Kooperationsvereinbarungen auf allen Ebenen abgeschlossen werden, die für die Gestaltung der Übergänge zwischen Jugendhilfe, Kinder- und Jugendpsychiatrie und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie relevant sind.

Der Vorstand der Psychotherapeutenkammer Hamburg hat den Arbeitskreis "Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie", der anfänglich an ein konkretes Projekt gebunden war, seit 2013 als dauerhaften Arbeitskreis eingerichtet. Der AK trifft sich vierteljährlich und ist offen für alle interessierten KJP und PP. Die Arbeitsschwerpunkte werden in Abstimmung mit dem Vorstand vom Arbeitskreis festgelegt. Gabriela Küll ist als Vorstandsmitglied der Psychotherapeutenkammer Hamburg ist für die Organisation und Koordination des Arbeitskreises verantwortlich.

Inhaltliche Arbeit

Inhaltlich geht es im Arbeitskreis neben Austausch und Information, Versorgungsverbesserung und Vernetzung auch darum, wie die psychotherapeutische Kompetenz von Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten in den unterschiedlichen Arbeitsfeldern gestärkt werden kann, um damit zur Verbesserung der psychotherapeutischen Versorgung von Kindern und Jugendlichen in Hamburg beizutragen. Derzeitige Arbeitsschwerpunkte sind:

  • Ganztagschule und ihre Auswirkungen auf den Praxisalltag - Bestandsaufnahme und Handlungsoptionen.
  • Vernetzungsstrukturen / Kooperationen mit ReBBz, niedergelassenen Kinder- und Jugendpsychiatern, stationärer Kinder- und Jugendpsychiatrie, Jugendhilfe und sozialen Diensten
  • Arbeit im Sozialraum
  • Berufsrecht
  • Psychotherapeutische Versorgung von minderjährigen Flüchtlingen

Vernetzung

Zur Umsetzung der besseren Vernetzung untereinander wurde eine Mailingliste eingerichtet, die den Austausch der AK-Mitglieder untereinander auch über die vierteljährlichen Treffen hinaus fördern soll. Über diesen Link kann man sich anmelden. Unter dem gelben Feld "Abonnieren von PtK-AK-KJP" können Sie Ihre E-Mail-Adresse, Ihren Namen und ein Passwort vergeben. Sie werden dann (frühestens am nächsten Tag) freigeschaltet und sind Teilnehmerin / Teilnehmer in der Liste und erhalten alle Mails, die an diese Liste versendet werden. Möchten Sie eine Mail an die Liste schreiben, benutzen Sie (nachdem sie freigeschaltet wurden) bitte folgende E-Mail-Adresse: 
 ptk-ak-kjp[a]lists.ptk-hh.de.