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Arbeitskreis Psychotherapie und Migration

Entstehung

Im Rahmen des 4. Hamburger Psychotherapeutentages im September 2012 fand ein Workshop zur "Interkulturellen Öffnung in der psychotherapeutischen Versorgung in Hamburg: Ressourcen und Herausforderungen" statt. In diesem Workshop haben sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer intensiv mit dem Stand der psychotherapeutischen Versorgung von Migrantinnen und Migranten in Hamburg beschäftigt. Ein erstes Diskussionsergebnis war, dass Versorgungsangebote für Menschen mit Migrationshintergrund in Hamburg nicht ausreichend sind. Ein zweites Ergebnis war die Erkenntnis, dass (Fremd-)Sprachkenntnisse alleine für eine gelingende Psychotherapie nicht ausreichen - es bedarf zusätzlich einer interkulturellen Kompetenz. Es wurde der Wunsch geäußert, dass sich die Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten, die mit der Behandlung von Menschen mit Migrationshintergrund in ihrer täglichen Arbeit befasst sind oder sich dafür interessieren, zu einem Arbeitskreis zusammenfinden, um sich fachlich und auf der Erfahrungsebene auszutauschen und damit auch für eine bessere Vernetzung untereinander zu sorgen.
Der Vorstand der Psychotherapeutenkammer Hamburg hat daraufhin den Arbeitskreis "Psychotherapie und Migration" eingerichtet. Der AK trifft sich vierteljährlich und ist offen für alle Interessierte. Ein Vorstandsmitglied der Psychotherapeutenkammer Hamburg ist für die Organisation und Koordination des Arbeitskreises verantwortlich (bis Anfang 2015 Bettina Nock, ab Januar 2015 Ursula Meier-Kolcu). Geleitet wird der Arbeitskreis von Ursula Meier-Kolcu und Dr. Mike Mösko, der den AK von Beginn an mitgestaltet hat.

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Inhaltliche Arbeit

Inhaltlich geht es im Arbeitskreis neben Austausch und Information, Versorgungsverbesserung und Vernetzung auch darum, wie die interkulturelle Kompetenz von (angehenden) Psychotherapeuten entwickelt und gestärkt werden kann, um damit zur Verbesserung der psychotherapeutischen Versorgung von Menschen mit Migrationshintergrund beizutragen.

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Vernetzung

Zur Umsetzung der besseren Vernetzung untereinander wurde gemeinsam mit der Geschäftsstelle der Psychotherapeutenkammer Hamburg eine Mailingliste eingerichtet, die den Austausch untereinander auch über die vierteljährlichen Treffen hinaus fördern soll. Über diesen Link können Sie sich anmelden. Unter dem gelben Feld "Abonnieren von PtK-AK-PT-Migration" können Sie Ihre E-Mail-Adresse, Ihren Namen und ein Passwort vergeben. Sie werden dann (frühestens am nächsten Tag) freigeschaltet und sind Teilnehmerin / Teilnehmer in der Liste und erhalten alle Mails, die an diese Liste versendet werden. Möchten Sie eine Mail an die Liste schreiben, benutzen Sie (nachdem sie freigeschaltet wurden) bitte folgende E-Mail-Adresse: 
ptk-ak-pt-migration[at]lists.ptk-hh.de .

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Fallarbeit, Intervision und Supervision

Dem Bedürfnis nach Fallarbeit und kritischer Reflektion der eigenen Arbeit wird in Form von Hilfestellung bei der Einrichtung von Intervisionsgruppen und einem Supervisionsangebot Rechnung getragen.

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Versorgung von Flüchtlingen

Das Thema "Versorgung von Flüchtlingen" wurde in 2015 aufgrund der hohen Zahl von in Hamburg ankommenden Flüchtlingen, die häufig traumatisiert sind, besonders dringend. Der AK Psychotherapie und Migration setzt es sich zur Aufgabe, sich für mehr Klarheit und Überblick über die Versorgungslandschaft einzusetzen, um KollegInnen behilflich sein zu können, die bereit und in der Lage sind, diesem Personenkreis Angebote zu machen. Ziel ist es, eine größere Transparenz bei der Beantragung von Behandlungen und den konkreten Umsetzungsschritten (Problem der Sprachmittlung) unter den gegebenen Rahmenbedingungen herzustellen. Eine weitere wesentliche Aufgabe stellt die Motivierung von KollegInnen dar, sich in diesem wichtigen Praxisfeld zu engagieren.

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Links zur Versorgung von Flüchtlingen in Hamburg

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