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Veranstaltung

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Akkreditierungsnummer:2767202017002530006
Titel der Veranstaltung:Diagnose und Behandlung von chronischen traumabezogenen Dissoziationen der Persönlichkeit - ein integrativer Kurs
Kategorie der Veranstaltung gem. FOB-PTK-HH:Theorie-Praxis-Seminar
Organisation:fortschritte Hamburg
Referent/wiss. Leiter:Nijenhuis
 
Angaben zur Fortbildungsveranstaltung - Inhalt
Inhalt der Veranstaltung:In dem vorliegenden Training wird die Komplexität der chronischen Traumatisierung im Sinne einer Theorie der traumabezogenen Dissoziation der Persönlichkeit begriffen. Daraus werden verschiedene Behandlungsleitlinien entwickelt. TeilnehmerInnen in Workshops über Dissoziativität der Persönlichkeit berichten generell davon, dass ihnen diese Theorie hilft, Personen besser verstehen und behandeln zu können, die schweren Missbrauch und massive Vernachlässigung erlebt haben. Viele PatientInnen berichten, wie diese Theorie ihnen ebenfalls hilft, Einsicht in ihre Symptomatik und Probleme zu bekommen und sich selbst zu verstehen und dann besser mit sich umgehen zu können. Oft ist in komplexen Situationen eine gute Theorie die beste Praxis. Im Einklang mit der Theorie der Dissoziation der Persönlichkeit, besteht eine Traumatisierung in einer wesentlichen Aufspaltung der Person in eine oder mehrere Anteile, die die Funktion haben, das tägliche Leben und die Reproduktion (i.S. einer kollektiven Überlebensstrategie) sicherzustellen. Der eine oder mehrere Anteile übernehmen das traumatische Gedächtnis und die Funktionen der biophysiologischen Verteidigungen als Reaktionen auf reale oder subjektiv erlebte Bedrohung (i.S. einer individuellen Überlebensstrategie). Die verschiedenen Anteile der Persönlichkeit üben unterschiedliche Funktionen aus. Diese Funktionen werden aus evolutionären Handlungssystemen abgeleitet, wie z.B. das Bindungssystem, Neugierverhalten, Spiel-und Verteidigungsverhalten, und manifestieren sich in unterschiedlichen kognitiven Mustern und Verhaltensweisen. Die Dissoziation der Persönlichkeit ist ein essentielles Merkmal eines weiten Spektrums traumabezogener Störungen: akute Stressreaktionen, posttraumatische Stressreaktionen, komplex posttraumatische Stressreaktionen (als diagnostische Kategorie vorgeschlagen), traumabezogene Konversionsstörungen (DSM-IV)/Dissoziative Störungen der Bewegung und des Empfindens (ICD-10), dissoziative Störung NOS (DDNOS) und dissoziative Identitätsstörungen. Alle Anteile neigen gewöhnlich dazu, Bindungsmuster zu unterbrechen, d.h. sie zeigen konkret ein Muster, das als desorganisiertes Bindungsverhalten bekannt ist. Dennoch ist dieses desorganisierte Bindungsverhalten letztlich nicht so desorganisiert wie es zunächst scheint, da es verschiedene Verhaltensmuster in sich vereint. Ein Anteil sucht dann Nähe bei Tätern und Bezugspersonen, die ihm schaden und vernachlässigen, um Zuneigung zu erreichen und Gefühle des Allein-und Verlassenseins und des Zurückgewiesenwerdens zu vermeiden. Ein anderer Anteil vermeidet genau diese Nähe mit einer physiologischen Verteidigungsreaktion wie zum Beispiel Flucht, Erstarren und Kampf. Überlebende von chronisch traumatischem Stress suchen oftmals Zuwendung, aber gleichzeitig fürchten sie Nähe und (positive) Abhängigkeit. Die Theorie der Dissoziationen der Persönlichkeit und ihr Handlungsmodell baut auf theoretische Grundvorstellungen, die darauf abzielen, eine Reihe anderer Perspektiven mit einzubeziehen, wie z.B. die Handlungspsychologie Janets, die Emotionstheorie als Neurowissenschaften der Emotionen, Entwicklungspsychopathologie, Bindungstheorie, Lerntheorie, kognitive Theorie, Psychobiologie der Traumatisierung und sensormotorische Psychotherapie.
Wissenschaftlich anerkanntes Verfahren gem. PsychThG oder wissenschaftlich begründet:ja
Anwendungsbereich der Veranstaltungsinhalte:psychotherapeutische Konzeptionen, psychotherapeutische Praxis, psychotherapierelevante und benachbarte Wissenschaftsgebiete
Zielgruppe(n):Andere Berufsgruppen, psychologische und ärztliche PsychotherapeutenInnen, Kinder- und JugendlichenpsychotherapeutenInnen
 
Zeitangaben
Termine:
Modul 1:02.10.17-03.10.17
Modul 2:11.12.17-12.12.1709:30-17:00
Modul 3:23.03.18-24.03.1809:30-17:00
Modul 4:01.06.18-02.06.1809:30-17:00
Vermerk:
Fortbildungseinheiten:>15
 
Angaben zum Veranstaltungsort
Institution:MAZZA – Tagung-und Eventlocation
Straße:Moorkamp
PLZ/Ort:20357
Anmeldetelefon:040/87504469
Email:info@fortschritte-hamburg.de
Internet:www.fortschritte-hamburg.de
 
Angaben zur Veröffentlichung
Maximale Teilnehmeranzahl:
Teilnahmegebühr:ja
Gebühr pro Teilnehmer:1640,- Eur
Sonderregelungen: